Schweiz & Liechtenstein

Es ging tatsächlich weiter Richtung Schweiz. Weit war es nicht und kurz vor der Grenze bei Meillerie machten wir eine kleine Wanderung, die zufällig am Pierre (Felsen) von Jean-Jacques Rousseau, von dem aus er einst sprach, vorbeiging. Unterwegs trafen wir sogar einen Einheimischen, der gerade mit seinem Baby spazieren war. Wie hatten einen schönen Blick auf den Genfersee und die Berge. Auf der Route war eine Höhle eingezeichnet, doch bis dahin war es zu weit.

Ausblick auf den Genfersee

Dann ging die Fahrt weiter. Und da wir die Berge so mögen, entschieden wir uns noch eine Weile zu bleiben und die hohen Berge zu sehen. Ziel: Interlaken. Es gab dort einen Campingplatz „Alpenvlick“ (von gefühlt 10), der Winterstellplätze anbietet. Da die Rezeption geschlossen ist, ging alles online. Die Sanitärbereiche waren beheizt und sauber. Und es gab sogar einen kleinen Spielplatz. Am nächsten Tag regnete es und da wir die Berge nicht sahen, verlängerten wir den Platz um eine Nacht. Da wir den Bus verpassten, gingen wir in der Nähe des Campingplatzes spazieren. Am Nachmittag waren wir rechtzeitig an der Bushaltestelle, um zu den St. Beatus-Höhlen zu fahren. Mit der Gästekarte durften wir kostenlos Bus fahren und bekamen Rabatt bei bestimmten Sehenswürdigkeiten.

Der Weg zu den St.Beatus-Höhlen

Der Wasserfall vor der Höhle war schon beeindruckend und laut. Eigentlich umfasst die Höhle eine Länge von ca. 14 km, doch nur etwa 1 km ist ausgebaut und für die Öffentlichkeit zugänglich. Auch innen gab es Stellen, an denen das Wasser sehr laut war. Noah, der Höhlenforscher ist mit seiner Stirnlampe stets voran gegangen und so haben wir gemeinsam die Höhle erkundet.

Am nächsten Morgen schien endlich wieder die Sonne und die Berge waren zu sehen. Nachdem wir Wasser abgelassen und Frischwasser aufgefüllt hatten, ging es los nach Grindelwald. Dort gingen wir den Weg durch die Gletscherschlucht entlang, in der es jedoch schon lange keinen Gletscher mehr gibt. 1855 gab es ein letztes Maximum und seitdem schrumpft der Gletscher immer weiter.

Die Gletscherschlucht

Zum Glück ist in der Nebensaison nicht so viel los. Auf dem Hinweg waren wir fast die einzigen dort. In Grindelwald genossen wir noch kurz die Aussicht und dann ging es vorbei an schönen Seen (u.a. Zürichsee) nach Liechtenstein auf einen Campingplatz, der ebenfalls wieder Winterstellplätze angeboten hat. Dieses Mal war die Rezeption sogar morgens und abends jeweils eine halbe Stunde geöffnet. Da wir uns noch ein bisschen bewegen wollten (und vielleicht auch keine Lust hatten etwas zu kochen), gingen wir in eine nahegelegene Pizzeria, die sich in einer Tennishalle befand. Noah konnte dort beim Tennisspielen zugucken, Nina auf einer Decke auf dem Boden spielen und es gab sogar Lemon Soda für die Erwachsenen (sie freuen sich, dass sie einige Dosen aus Italien für zu Hause mitgenommen haben). Dienstag früh schien die Sonne bereits auf den gegenüberliegenden Berg. Noch ziemlich frisch aber perfekt für eine Fahrradtour nach Vaduz, der Hauptstadt von Liechtenstein. Übrigens sind die Kennzeichen schwarz und „FL“ steht für Fürstentum Liechtenstein. Auf einem schönen Weg auf dem Deich ging es entlang des Rheins.

Der Rhein

Der Rhein ist übrigens die Grenze zwischen Schweiz und Liechtenstein. In Vaduz gingen wir in eine Bäckerei, da uns die Restaurants zu teuer waren. Dort gab es zu angemessenen Preisen auch etwas leckeres zum Mittag und Nachtisch. Noah konnte in der Spielecke spielen. Zurück ging es über das Schloss des Fürsten über die Berge. Dort hatten wir eine schöne Aussicht.

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