Route des Grandes Alpes

Wir wachten zwischen Nadelbäumen auf und sahen, wie die Sonne langsam versuchte über die Berge zu kommen. Es war sehr kalt, nur 2 Grad am Morgen. Leider war der Frost auf den Spielgeräten, doch auf der Nestschaukel konnten wir es uns mit Schneeanzug bzw. Regensachen gemütlich machen. Nachdem wir das Wasser im Wohnmobil aufgefüllt hatten, ging die Fahrt weiter. Und wir versuchten stets der Route des Grandes Alpes zu folgen. Es ging mal wieder über Serpentinen einen Berg hinauf zu einem Skigebiet und dann waren wir schon wieder in Italien. In Oulx gingen wir nochmal in einem „Conad“ einkaufen und suchten uns im Ort eine Pizzeria. Die am besten bewertete war geschlossen aber direkt daneben hatte eine mit 4,5 Sternen (von 5) geöffnet, zumindest noch eine halbe Stunde. Mit Händen und Füßen und ein paar italienischen Wörtern versuchten wir mit den Inhabern zu kommunizieren – irgendwie geht’s doch immer. Die Pizzen war sehr lecker, die Inhaber (eine Frau und ein Mann) waren total nett. Am Ende waren wir 20 Minuten länger dort als sie eigentlich geöffnet hatten und haben sogar noch selbstgemachten Kuchen mitbekommen. Gesättigt ging es weiter Richtung Frankreich. Vor dem Fréjus-Tunnel mussten wir eine Weile anstehen und 73 € für die Durchfahrt bezahlen. Immerhin ist der Tunnel fast 13 km lang. Trotzdem waren wir kurz schockiert aufgrund des hohen Preises. Danach waren wir aber schon wieder in Frankreich. Auf der Autobahn kamen wir im Gegensatz zu den letzten Tagen als es über kleinere Bergstraßen ging, zügig voran. Trotz Autobahn war es eine schöne Kulisse entlang der Berge zu fahren. Wir konnten der Route des Grandes Alpes nicht mehr folgen, da ein Pass nach Val d‘Isère gesperrt war und nahmen uns vor der Rute später wieder zu folgen. Dank der App „park4night“ fanden wir wieder einen Stellplatz in der Nähe von Albertville bei einem Bauernhof. Sie stellen dort zwei kostenlose Plätze für Wohnmobile zur Verfügung. Dafür freuen sie sich dann, wenn man im Hofladen etwas kauft, was wir natürlich getan haben. Es ist auf jeden Fall hilfreich, wenn man zumindest ein paar Brocken französisch spricht, denn mit Englisch kamen wir dort nicht weit. Also hat es doch etwas gebracht, dass Sarah in der Schule mal französisch gelernt hat. Es regnete die ganze Nacht, mal doller und noch doller. Es prasselte so sehr aufs Dach des Wohnmobils, dass Henrik und Sarah kaum schlafen konnten. Immerhin die Kinder scheint der Regen beruhigt zu haben. Am nächsten Morgen kam sogar die Sonne raus und wir hatten einen herrlichen Blick.

Stellplatz und Blick auf dem Bauernhof

Wir fuhren nur kurz auf der Autobahn und folgten wieder der Route des Grandes Alpes über la Clusaz. Der Weg führte wieder durch viele Skigebiete. Da wir sowieso zum Genfersee wollten, suchten wir dort einen Campingplatz, der noch geöffnet hatte und fuhren etwa eine Stunde weiter als wir eigentlich dachten bzw. geplant hatten. Noch in Frankreich aber in der Nähe der schweizerischen Grenze (im Westen) fanden wir einen Platz. Wir durften uns einen Stellplatz aussuchen, was gar nicht so leicht war. Es war alles sehr matschig und schief. Selbst mit Keilen unter den Vorderreifen, steht das Wohnmobil leicht abschüssig. Wenn wir rausgehen, müssen wir aufpassen, dass wir wir nicht im Matsch ausrutschen. Wir verlängerten eine weitere Nacht und machten heute eine Fahrradtour. Zum Mittag gab es Pizza am See:

Und am Nachmittag gab es Programm hier auf dem Campingplatz: es sollte Halloween gefeiert werden. Aber vorher wollten Noah, Henrik und Sarah den Pool testen. Eigentlich sollte dieser 28 Grad warm sein, doch weil die Pumpe letzte Nacht aus war, war es etwas kälter. Die warme Dusche danach war dafür umso angenehmer. Das Personal hat sich sogar verkleidet, Kinder konnten sich schminken lassen. Doch es war nicht viel los, weshalb wir nicht lange dort blieben. Morgen fahren wir vielleicht durch die Schweiz. Aber da wir es ja lieben spontan zu bleiben, entscheiden wir alles erst, wenn es soweit ist.

Hier noch Eindrücke der Route des Grandes Alpes:

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