Am Montag nach dem Frühstück erkundeten wir die Umgebung. Da der eine Wanderweg sehr nass aussah, entschieden wir uns für einen Feldweg zu einem See, auf dem Noah Fahrrad fahren konnte. Als wir gerade eine geeignete Stelle zum parken suchten, kam uns ein Auto entgegen und der Fahrer machte seine Fensterscheibe runter. Wir unterhielten uns kurz mit Ott, der von seiner Hütte am See kam und auf seine Schaffarm fuhr. Der Weg ging teilweise recht steil bergauf entlang eines Baches. Am Ende des Weges machten wir Pause am See. Das Wasser und die Luft waren uns zu kalt zum Baden. Unsere Badesachen hatten wir leider vergessen.

Zurück im Haus, gab es Kaffee und einen Mittagsschlaf. Gegen Abend machten wir einen kleinen Spaziergang. Am nächsten Tag nieselte es schon draußen als wir wach wurden und die Wolken hingen tief. Dennoch fuhren wir nach Sortland in ein Wandergebiet. Es nieselte zwischendurch nur ganz leicht, was völlig in Ordnung war. Direkt am Anfang des Wandergebietes war eine Holzplattform: die erste Wurfstelle für DiscGolf. Dabei versucht man mit einer Frisbee in einen Korb zu werden, der allerdings mehrere hundert Meter weit weg ist. Wir probierten es natürlich aus und kamen zwar nur langsam voran aber irgendwann schaffen wir es. Es gab etwa 10 Stationen, aber das war uns zu viel. Wir liefen etwas bergauf und hatten einen schönen Blick auf Sortland und das Meer. Und dann hupte etwas: ein Schiff der Hurtigruten durchquerte die Brücke und legte dann wahrscheinlich am Hafen an.

Auf dem Rückweg zum Auto begegneten wir einigen Kühen, die gerade von zwei Männern „nach Hause gebracht wurden“. Sie erklärten uns, dass die Kühe etwas komisch drauf seien, da sie zu viele Pilze gegessen hätten. Einer der Männer stellte sich uns mit Sto vor. Am Nachmittag nahm der Regen zu, weshalb wir in der Unterkunft blieben, die Schafe beobachteten, die um das Haus herumliefen und den Kamin anmachten. Übrigens waren wir an dem nördlichsten Punkt unserer Reise. Heute früh machten wir uns noch ein Mal leckere Waffeln. Aus Deutschland hatten wir noch Mandeln, die mit Honig verfeinert sind. Und dank Sarahs Oma, die an ihre Waffeln geröstete Mandelstücke macht, probierte es Henrik auch mal aus und es schmeckte! Die Waffeln reichten noch für den ganzen Tag und auch vom Abendessen war noch etwas übriggebliebene, was wir während der Autofahrt heute essen konnten. Dieses Mal entschieden wir uns gegen die Fähre und für den Landweg, was nur 10 Minuten länger dauern sollte. Wir mussten über die Lofoten nach Moskenes fahren (südwestlich), um dort die Fähre nach Værøy zu nehmen. Unterwegs hielten wir vor einem Tunnel, um uns die ehemalige Straße außenherum anzusehen, die nun als Fahrradstraße genutzt wird.

Heute konnten wir nicht so viel von den Lofoten sehen, da die Berge wolkenverhangen waren. Dafür gab es viele Wasserfälle zu sehen, die vor ein paar Tage noch nicht da waren. Wir mussten noch einige Minuten warten bis wir auf die Fähre konnten, die wir bereits vorher reserviert hatten. Diese Fähre und auch dann nach Bodø ist kostenlos. Da die heute weiter nach Bodø gefahren ist, durften wir erst als letzte rauffahren, allerdings rückwärts. Puh, da waren wir doch froh „nur“ unser Auto zu haben und keinen Camper. Selbst ein Lkw mit Anhänger ist rückwärts auf die Fähre gefahren. Nach etwas über einer Stunde kamen wir auf Værøy an und 5 Minuten später waren wir in unserem tiny house, in dem wir die nächsten drei Nächte bleiben. Gute Nacht!