Wir haben alle lange geschlafen in der gemütlichen Unterkunft (wir waren ja auch erst spät im Bett). Nach einem Frühstück auf der Terrasse, erkundeten wir die direkte Umgebung zu Fuß, mit dem Fahrrad und Kinderwagen. Eine kleine Pause am Wasser durfte natürlich nicht fehlen. Nachmittags ging es nochmal los. Zuerst zu einer Ruine, die am Straßenrand steht, auf der sich ein norwegischer Künstler verewigt hat und dann zu einem Leuchtturm. Der Weg dahin ging teilweise über große Steine und wir mussten etwas kraxeln. Der Blick von dort war toll und wir hatten Glück, denn es ging gerade die Sonne unter. Auf dem Rückweg gingen wir teilweise sogar unterhalb von den Holzgestellen entlang, an denen wohl vor allem im Frühjahr Fisch getrocknet wird.

Als es dunkel wurden, gingen wir nochmal auf die Terrasse, um unser Glück mit den Nordlichtern zu probieren. Und wir haben sogar ein Mal recht schwach etwas gesehen. Das war’s dann aber auch… Am nächsten Vormittag gingen wir zu dem großen Strand, der nur ein paar Minuten vom Haus entfernt war. Wir spielten im Sand, es gab wieder leckeres Sandeis für mich und die zwei „Großen“ waren sogar im Meer baden.

Wir nutzten es aus, dass wir bis nachmittags in der wirklich sauberen und tollen Unterkunft bleiben konnten und fuhren dann erst zur nächsten weiter. Etwa eine Stunde später erreichten wir unser Ziel. Wie doch recht häufig in den Airbnb Unterkünften, mussten wir unsere Betten selbst beziehen. Am nächsten Tag fuhren wir ins ca. 15 Minuten entfernte Leknes, wo wir auf einen Spielplatz gingen, etwas zum Mittag aßen, einen Spaziergang machten und in einem Café landeten. Nachmittags machten wir eine kleine Wanderung, bei der wir einem Schäfer zusahen, wie er gemeinsam mit seinem Hund, Schafe oben am Berg wieder runtertrieb. Am Ende sammelten wir noch ein paar Blaubeeren, die wir am nächsten Morgen mit im Müsli essen konnten. Samstag fuhren wir zum Vik Strand. Eigentlich wollten wir zum Hauklandstrand, aber der wäre noch ein kleines Stück weiter gewesen und wir dachten, dass wir schon richtig wären. Der war aber auch schön. Es gab mal wieder ein Eis und sämtliche Getränke, bis wir uns auf den Weg Richtung Nationalpark machten (etwas südwestlicher). Da Noah und ich schon müde wurden, entschieden wir uns für eine Kinderwagentaugliche Tour und gingen eine Schotterstraße entlang. Zum Glück nahmen wir die Regenverdecke für die Kinderwagen mit. Erst tröpfelte es nur ganz leicht, doch dann wurde der Regen mit einem Mal stark und Henrik und Sarah wurden immer nasser. Bis zu einem Unterstand wäre es noch ein Stück gewesen, also gingen wir zurück zum Auto. Das dauerte gefühlt eine halbe Ewigkeit und die beiden wurden schon immer nasser. In ihren Schuhen standen mittlerweile Pfützen. Wir anderen waren zum Glück gut geschützt und trocken im Kinderwagen. Abenteuer gehören eben zu einem Urlaub dazu. Zurück in der Unterkunft gab es eine warme Dusche und wir konnten die Anziehsachen in die Waschmaschine und anschließend in den Trockner tun. Heute packten wir wieder alles ein und fuhren nach Henningsvær. Dort suchten wir uns den günstigsten Parkplatz mit der „EasyPark“ App und liefen zu einem bekannten Fußballplatz, welcher mit Aufnahmen von Drohnen noch eindrucksvoller ist (einfach mal im Internet eingeben). Ich durfte mich für ein Foto auch mal aufs Spielfeld setzen:

Unsere Fahrt ging weiter Richtung Norden und mit der Fähre von Fiskebøl nach Melbu. Von dort aus war es noch fast eine Stunde Fahrtzeit über teilweise sehr holprige Straßen bis zur nächsten Unterkunft, wieder mit Blick aufs Meer und die Berge. Nun bleiben wir drei Nächte auf Langøya bei Sortland. Tatsächlich haben wir wieder Polarlichter gesehen.
