Geschafft!! Uff, das war krass. Also nochmal kurz etwas zur Vorgeschichte: im Februar gab es hier heftige Überschwemmungen (solch heftige Überschwemmungen gibt es nur ein Mal in 100 Jahren), weshalb der Track erstmal gesperrt war. Am 15.3. haben sie das Stück zwischen dem Carpark und der Mackenzie Hut aufgemacht (Routeburn Return Track, da man dann wieder umdrehen musste und nicht bis „the Divide“ gehen konnte. Am Donnerstag sind wir erst gegen 15 Uhr losgewandert. Da es genieselt/geregnet hat, haben wir direkt unsere Regenkleidung angezogen. Es ging durch den Wald an einem Fluss entlang bis wir schließlich gegen 17:30 Uhr bei der Routeburn Flats Campsite waren. Es gab zum Glück einen Pavillon, wo eine Bank stand und auch ein Waschbecken. Wir haben unsere Sachen dort aufgehängt, gegessen, ein Pärchen aus Alaska kennengelernt, mit dem Ranger gequatscht, das Zelt aufgebaut und sind dann ins Bett gegangen. Es hat nachts ab und zu geregnet, weshalb das Zelt am nächsten Morgen ziemlich nass war. Zum Glück hatten wir am nächsten Tag strahlend blauen Himmel. Als alles trocken war konnten wir starten zur Lake Mackenzie Hut. Es ging vorbei an der Routeburn Falls Hut (da gibt es Wasserfälle) und immer weiter nach oben. Bei der Harris Shelter (Schutzhütte) haben wir Mittagspause gemacht. Henrik ist von dort aus noch auf einen anderen Berg gegangen: Conical Hill. Wir hatten noch etwa 3-4 Stunden vor uns. Der Weg führte uns am Berg entlang. Wir hatten einen wundervollen Blick ins Tal und auf die umliegenden Berge. Dann ging es um die Kurve und wir konnten den See und die Hütte sehen, mussten aber noch ein ziemliches Stück runter gehen. Erst im Zickzack, wo wir einige Kea‘s gesehen haben, dann durch einen „Märchenwald“: die Bäume und Felsen (die während der Eiszeit vom Berg abgebrochen sind) waren voll mit Moos und es wurde so gut wie alles der Natur überlassen. Endlich unten angekommen, nachdem wir etwa 8 Stunden unterwegs waren, stellte sich heraus, dass wir nur mit zwei anderen aus Großbritannien in der Hütte schlafen, in der eigentlich 50 Betten sind! Wir mussten also mit niemand fremden kuscheln. Abends hat Henrik den Kamin angemacht, dann wurde es ein bisschen gemütlich. Die Nacht war ok, es hat aber ziemlich viel geregnet.
We made it: the Routeburn Return Track. We couldn’t walk the normal track because of heavy floods in February. Instead we walked from the carpark to Routeburn Flats Campsite, then to Lake Mackenzie Hut and from there all the way back. We started with rain but the next day was blue sky, so that we could dry everything. We went to Harris Shelter and had our lunch break there. We went on the side of the mountain and finally through a magical forest to the hut where we just stayed with two others in a 50 bunks hut. During the night it began to rain again.


Es regnete den ganzen Tag durch … Am Berg windete es zusätzlich und die Wege wurden allmählich zu Bächen. Teilweise waren die großen Steine so weit unter Wasser, dass der halbe Schuh im Wasser stand. Die kleinen Bäche vom Vortag wurden zu kleinen Flüssen, sodass es schwer wurde sie zu überqueren, wenn sie mitten durch den Weg flossen. Schade, dass die Regenkleidung vor allem von Sarah das nicht ausgehalten hat. Ihre Füße, Beine und Arme waren pitschnass. Bei Henrik ging es einigermaßen. Wir hatten schon überlegt die Campsite bei der Routeburn Flats Hut aufgrund der Nässe und Kälte abzusagen und vor allem, weil es am Abend eventuell gewittern und hageln sollte (da hatte niemand von uns Lust im Zelt zu sein). Gut, dass ich die ganze Zeit im trockenen Rucksack saß. Wir sprachen mit dem Ranger und wir kommen ein Upgrade für die Hütte bekommen. Eigentlich waren auch noch angemeldet, doch wir hatten die Hütte für uns alleine. Der Ranger hat dann den Kamin angemacht und die Sachen haben wir zum trocknen aufgehängt. Dann begann der tollste Abend und das Highlight des Great walks für uns: Er holte seine Gitarre und spielte uns darauf etwas vor (auch Teil des Videos). Wir redeten mit ihm, er hat uns viele interessante Geschichten erzählt und dann haben wir sogar Karten gespielt. Wir nannten es „Routeburn Track“ und es war eine Art MauMau mit eigenen Regeln. Es wurde warm, war super entspannt und wir waren sehr glücklich- auch darüber, dass wir diesen Weg gegangen sind. Die Nacht haben wir gut auf Hochbetten geschlafen. Am Morgen hörte der Regen langsam auf und es sah einfach toll aus, wie die Sonne langsam in das Tal durchkam. Nach unserem Müsli haben wir uns von dem Ranger verabschiedet und sind noch etwa 2,5 Stunden zu unserem Campervan gegangen.
It was raining for the whole day. On top of the mountain and it also got windy and cold. The way began to be a creek and we had to step through the water. We got wet and thought about going to the car back instead of camping one night. We talked to the Ranger at the Routeburn Flats Hut and he could give us an upgrade for the hut because it should just come 3 more people, who in the end didn’t appear. The ranger turned on the chimney and played his guitar. It was very cozy and we enjoyed it a lot. We talked to him and he told us interesting stories. Then we also played cards. Henrik, Sarah and me we had the whole hut for our own. We had a good night and in the morning it stopped raining. We said goodbye and had to go about 2,5 hours back to the carpark.

Was wir während der etwa 72 Stunden sehr genossen haben: kein Handyempfang zu haben, die Ruhe zu genießen, Natur hautnah zu erleben und den Abend mit dem Ranger. Was dann sehr komisch war: wieder zurück in der „Zivilisation“ zu sein. Wir sind zurück Richtung Queenstown gefahren, haben dort ein leckeres Eis gegessen, waren einkaufen und sind zu einem Campingplatz gefahren. Dieser war geschlossen, weshalb wir beim nächsten angerufen haben, der zum Glück offen ist. Hier sind wir nun also. Im Süden von Neuseeland, haben wieder Internet und die ganzen Nachrichten gelesen. Bei weitem noch nicht alle. Aber unter anderem, dass gefühlt die ganze Welt dicht gemacht wird. Nach Neuseeland darf niemand mehr einreisen, Geschäfte haben teilweise zu, Campingplätze schließen und alle Great Walks werden abgesagt. Wir mussten also den Kepler Track, den wir Donnerstag losgehen wollten, stornieren. Wir wissen nicht wann und wie wir irgendwann zurück nach Deutschland kommen und es fühlt sich alles etwas komisch an. Für die nächsten Tage gibt es also keine Pläne. Das Mehl heute im Supermarkt war fast ausverkauft. Wahrscheinlich gab es in unserer „Abwesenheit“ sowas wie kleine Hamsterkäufe. Also uns geht es gut und wir hoffen, dass das so bleibt und wir irgendwann wieder zurück nach Hause können. Bis dahin sind wir doch ganz froh unseren „Rookie“ zu haben. Unsere Füße freuen sich schon auf ein bisschen Ruhe.
We enjoyed it a lot not having internet so that we couldn’t get all the bad news and messages. We had a wonderful evening with the Ranger and the walk was “great” but exhausting. We went to Queenstown and ate an ice cream, then we went to the supermarket. Afterwards we wanted to go to a campground but it was closed, so we had to go to another one, which is still open. We turned on the internet and read all the bad news. We don’t know what to do now. The Great Walks are canceled and so we can’t do the Kepler Track on Thursday. We will see what is going to happen tomorrow.








Atemberaubend schöne Bilder 😊.. wenn die Welt untergeht seid ihr „Safe“.. mitten in Neuseeland 😉
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