Was für ein schönes Land! Vor einigen Jahren waren Henrik und Sarah schon mal in der Nähe von Göteborg unterwegs. Schon damals fanden sie es schön. Und sie haben sich sehr gefreut nun auch mal den Norden Schwedens kennengelernt zu haben. Es gibt einige Unterschiede. Im Norden war kaum etwas los. Die Straßen waren oft sehr leer, ähnlich wie in Norwegen. Manchmal sind wir 60 km bis zum nächsten Ort gefahren. Auf den Landstraßen waren alle paar Kilometer kleine Parkbuchten, was wir sehr praktisch fanden. Je weiter wir südlich fuhren, desto größer wurden wieder die Straßen. Auch wurde es immer besiedelter (irgendwo müssen ja die 10,6 Millionen Einwohner wohnen), mehr Fahrzeuge auf den Straßen und immer öfter Blitzer. Von der Blockhütte zum nächsten Hotel waren es knapp 6 Stunden Fahrt. Das Navi führte uns durch schöne Gebiete. Teilweise gab es große gerodete Flächen. Daneben war schöner Wald, der sich nun in herbstlichen Farben darstellte. Ein Picknick auf einem Rastplatz am See durfte nicht fehlen. Im Hotel in Falun angekommen, gingen wir eine Runde planschen im Pool. Da wir keine Lust mehr hatten noch irgendwohin zu gehen oder fahren, aßen wir im Restaurant des Hotels und es war lecker. Es gab sogar vegetarischen Burger. Schlafen durften Noah und ich in aus der Wand ausklappbaren Betten. Das war toll und hatten wir in den meisten Scandic Hotels. Für Nina gab es ein Babybett.
Am Dienstag fuhren wir 3 Stunden zu einer Überraschung für Noah: Draisine Station Degerfors. Eigentlich haben die schon Winterpause seit letzter Woche Freitag, doch wir haben eine e-Mail hingeschrieben und tatsächlich kam extra für uns ein Mitarbeiter dahin. Wir konnten die Draisine nur mit Bargeld bezahlen. Am ersten Bankautomat war es nicht möglich für uns Geld abzuheben. Am nächsten ging es, kostete allerdings 5 € Gebühr, was es uns aber wert war. der Mitarbeiter war total nett (kleine Erinnerung an uns: wir wollten noch eine Bewertung schreiben). Wir bekamen ein Tandem, Noah durfte wieder an der Seite auf einem Sitzbrett sitzen und ich gesellte mich zu Nina in die Babyschale, die in einen Korb hinten festgemacht wurde. 12 km fuhren wir bis zu einem Rastplatz, an dem wir Picknick und ein Lagerfeuer machten. Leider hatten wir vergessen Teig für Stockbrot vorzubereiten.

Nach etwa drei Stunden kamen wir wieder an der Station an und konnten das Schienenfahrrad mit einem Schloss anschließen. Nach 50 Minuten Autofahrt erreichten wir das Hotel in Karlstad. Da es schon spät war, entschieden wir uns wieder für ein Abendessen im Hotel. Die Auswahl war ähnlich wie im anderen Hotel, leider nicht so viele vegetarische Alternativen aber der Burger war wieder gut. Beide Hotels sind bei Google nur mit 3,9 Sternen von 5 bewertet. Da fragen wir uns wirklich warum. Denn das Hotel in Falun schien neu gemacht zu sein, der Service war super und es war sauber. Nach dem Frühstück ging es weiter Richtung Göteborg. Unterwegs machten wir Mittagspause bei „MAX“, einer schwedischen Fast Food Kette. Es gab viele vegetarische Burger und war gut. In Göteborg angekommen, hatten wir noch ein paar Stunden Zeit. Wir entschieden uns in ein Einkaufszentrum zu gehen, doch der Weg dahin was abenteuerlich. Es waren viele Straßen gesperrt und es waren viele Busse und Straßenbahnen unterwegs. Es hat zwei Anläufe gebraucht bis wir den Eingang zum Parkhaus gefunden haben. Und dann wollten wir zur Fähre, sind nach Anweisung des Navis gefahren und bei der Fähre nach Frederikshavn herausgekommen. Da waren wir natürlich falsch. Ein Glück hatten wir genug Zeitpuffer und erreichten schließlich nach 86 Zebrastreifen, 12 roten Ampeln, vielen Fahrzeugen und Fußgängern den richtigen Hafen. Wir mussten noch kurz warten und durften dann auf die Fähre fahren. Dieses Mal haben Henrik und Sarah uns in ein premium Zimmer eingebucht, da es etwas günstiger mit Frühstück war als eine Koje wie wir sie auf der letzten Fährfahrt hatten. Nun mit Doppelbett, Matratzen für die Kinder, Wasser, Obst, Schokolade, Saft, Kaffee und Wein solange der Vorrat reicht. Das wussten wir vorher nicht. So gab es zu unserem im Supermarkt selbst zusammengestellten Salat mit Brot auch noch etwas Obst und Saft. Die Kinderecke wurde natürlich auch noch erkundet und es gab sogar Duplo zum Spielen. Bei Sonnenuntergang verließen wir den Hafen. Wir freuen uns auf das Frühstück und sollen morgen früh in Kiel ankommen. Dann verbringen wir noch eine Nacht in Berlin und dann geht’s aber wirklich wieder nach Hause. Ich melde mich dann nochmal…
