N wie …

Norwegen oder Neuseeland?

Aber erstmal von vorne: gestern haben wir eine schöne Wanderung auf einer Hochebene gemacht. Erst sind wir einen teilweise ziemlich steilen Waldweg entlanggefahren. Dafür mussten wir zahlen und da wir keine NOK (Norwegische Kronen) hatten, haben wir stattdessen Euros in einen Briefumschlag getan und diesen in eine Art Briefkasten getan. Dadurch, dass die Saison hier vorbei zu sein scheint, kam sowieso niemand kontrollieren. Es ging los bei 6,5 Grad, die Sonne wärmte uns aber gut. Der Weg war sehr nass, manchmal gab es Steine über die wir wieder springen konnten, manchmal war es aber auch einfach nur matschig. Es ging noch bergauf, war aber ok zum gehen. Als die Sonne für einen Moment weg war, wurde es recht frisch. Zum Glück kam sie wieder heraus. Da der Weg sich als länger herausgestellt hat als wir dachten, entschieden wir uns umzukehren. Noah wurde teilweise in der Trage auf Henriks Rücken unzufrieden, weshalb es dann auch die richtige Entscheidung war. Die meiste Zeit über hat er aber geschlafen oder geguckt. Der Weg ging um einen kleinen und einen großen See herum und es sah super schön aus.

Blick auf den Hardangerfjord
Blick auf den kleinen See

Da das Wetter noch schön war, entschieden wir uns es nochmal mit den Kajaks zu probieren. Dieses Mal nur mit einem. Erst Henrik mit Noah, dann Sarah mit Noah und dann Sarah alleine. Ich habe mich währenddessen im ‚Steine ins Wasser hüpfen‘ geübt und den Blick und das Meer bzw. den Fjord genossen. Am Abend gab es dann endlich mal wieder Hefeteig in der Pfanne gemacht mit Käse und getrockneten Tomaten „überbacken“, was dann sogar den Alarm des Brandmelders auslöste. Danach gab es wieder ein gemütliches Feuer.

Heute früh ging es für uns weiter Richtung Norden. Die ersten Fähre verpassten wir nur knapp, nutzten dann aber die Zeit für einen kleinen Spaziergang in Utne. Dann ging es irgendwann eine Straße entlang, die scheinbar nicht so viele entlangfahren. Zumindest war dort heute kaum etwas los. Wir fragten uns, ob wir in Norwegen oder Neuseeland sind, da es ähnlich aussah wie in Neuseeland. Es ging ziemlich weit nach oben, an einem Wasserfall vorbei. Es sah herrlich aus.

Mit der zweiten Fähre ging es von Vangsnes nach Dragsvik und dann folgte eine Fahrt ohne Worte. Ich möchte es euch trotzdem erzählen…die nächste Unterkunft hatten wir wieder über Airbnb gebucht und folgten den Anweisungen unseres Navis, welches der Wegbeschreibung aus der App folgte. Im Kreisverkehr nahmen wir die erste Ausfahrt und nach etwa 15 Minuten sollten wir immer Ziel erreichen. Dafür hätten wir allerdings ein Weidegatter öffnen müssen, weshalb wir nochmal in die Airbnb App guckten. Laut dem anderen Navi hätten wir im Kreisverkehr die zweite Ausfahrt nehmen sollen. Also fuhren wir wieder zurück und noch ein Stück weiter. Aber bei der Adresse landeten wir bei einem Hof. Übrig blieb nun noch ein 3. Navigationssystem und schließlich sind ja alle guten Dinge 3. Das sah vielversprechend aus. Dafür mussten wir wieder zurück und noch ein Stück weiter. Die Strecke fuhren wir dann also zum 3. Mal. Und sollte nun jemand nicht mehr folgen können: egal, wir sind nach drei Anläufen an unserem Ziel angekommen. Es ist wieder eine kleine Holzhütte mit Kamin. Dieses Mal sind zwei Schlafbereiche nur mit Vorhängen abgetrennt vom Rest der Hütte. Es hat eine Weile gedauert, bis wir es hier drin warm bekommen haben und hoffen, dass es über Nacht nicht zu sehr auskühlt. Es regnet nun schon seit mittags, weshalb wir (ich habe Not zugeguckt) die Kajaks gerade noch vom Auto genommen haben, damit sie nicht volllaufen. Die letzte Hütte hat uns besser gefallen aber wir machen das beste draus für die nächsten vier Nächte. Es ist sehr ruhig gelegen und wir haben eine schöne Aussicht. Außerdem sind wir froh, dass wir es trocken haben. Mal schauen was uns die nächsten Tage erwartet außer Regen…

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