Tja, wo soll ich nun anfangen… Also wir sind Sonntag Vormittag in Zagreb gestartet und standen kurze Zeit später im Stau. Dann ging es irgendwann weiter über die Grenze nach Bosnien und Herzegowina. In Bihać wurden wir mit einer Baustellenstraße begrüßt. Es ging darum möglichst den größten Schlaglöchern und Pfützen auszuweichen. Auf einem Parkplatz haben uns Deutsche, die aus Bosnien stammen einige Tipps gegeben. Wir haben ein Restaurant gefunden, in dem die anderen auch saßen und sind bei dem Fluss (Una), der durch die Stadt fließt entlang spaziert. Das war sehr schön. Eine sim Karte, damit wir hier Internet haben, haben wir uns dann auch noch gegönnt.

Am Nachmittag wollten wir dann weiter nach Kulen Vakuf und die Fahrt sollte ca. 40 Minuten dauern. Und dann ging die Misere los… nach nur ein paar Minuten standen wir. Erst ging es immer mal wieder minimal voran und dann ging gar nichts mehr – Vollsperrung! Wie wir dann von anderen Deutschen erfahren haben, gab es einen schweren Unfall mit zwei LKWs. Sie konnten keine Angabe machen wie lange die Bergung dauern würde. Wir standen fast zwei Stunden, bis wir uns entschieden gegen 19 Uhr einen großen Umweg zu fahren aber dafür dann noch am gleichen Tag anzukommen. Ob es im Endeffekt die richtige Entscheidung war, wissen wir nicht. Es kann natürlich sein, dass wir die ganze Nacht in der Sperrung gestanden hätten oder aber auch „nur“ noch die nächsten zwei Stunden. Wir fuhren zurück durch Bihać und dann Richtung Osten an der Una entlang. Das erste Stück war super schön und sehr kurvenreich. Irgendwann hat uns das navi dann in einen Waldweg hineingeführt. Das wäre kürzer gewesen als eine andere Route. Der Anfang des Weges war noch ok. Dann ging es immer tiefer in den Wald hinein. Die Steine wurden größer und die Wege immer schlimmer. Da wir keinen Jeep oder Ähnliches fahren, sondern einen einfachen PKW, entschieden wir uns irgendwann umzukehren. Das war echt aufregend… Noah hat das zum Glück alles verpennt. Als wir endlich wieder auf der asphaltierten Straße waren, haben wir kurz durchgeatmet. Es wurde nämlich mittlerweile auch langsam dunkel. Wir mussten wieder ein Stück zurückfahren und dann auf eine andere Straße abbiegen. Die war dann leider nicht mehr asphaltiert. Es ging nun 22km auf der M14.2 weiter, welche viele Schlaglöcher hatte und die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei etwa 25km/h. Den Vermietern unserer Unterkunft haben wir zwei mal eine geänderte Ankunftszeit mitgeteilt. Ein Auto überholte uns und blieb neben uns stehen. Es waren zwei Männer mit Meißner Kennzeichen. Sie standen wohl auch in der Sperrung und wollten diese umfahren. Auf dem Weg kamen uns ein paar wenige Autos entgegen. Einige Einheimische und auch Schweizer und deutsche. Das war zumindest etwas beruhigend. Ich war nur froh, dass ich das alles nicht fahren musste, sondern nur angespannter Beifahrer war. Die letzten Kilometer ging es dann zum Glück weiter auf asphaltierten Straßen und dann waren wir um kurz vor 23 Uhr an unserem Ziel. Wir haben für ca. 140 km fast 4 Stunden gebraucht. Das muss man auch erstmal schaffen. Hier angekommen, ging es direkt ins Bett. Es ist eine kleine Holzhütte. Es gibt drei einzelbetten, eine kleine küchenzeile mit einer einzelnen Kochplatte, ein kleines Bad und über eine kleine Treppe kommt man auf eine Ebene unter dem Dach, bei der eine große Matratze liegt. Wir haben alle unten geschlafen, weil dort die Betten bezogen waren. Die Unterkunft ist schön gelegen, direkt am Fluss Una, aber leider nicht sehr sauber. Heute früh habe ich den Boden gewischt und das Geschirr, von dem wir gegessen haben, abgewaschen. Heute ging es nach Martin Brod. Dort gab es einen tollen Wasserfall bzw. viele Wasserfälle. Sarah und Henrik mussten jeweils 1,50€ Eintritt bezahlen, Noah und ich durften kostenlos rein.


Es war kaum etwas los und wir gingen einen Wanderweg entlang zu einer ehemaligen Eisenbahnbrücke.

Nach einer kurzen Pause, wollten wir noch weiter an der Una entlanggehen. Sogar drei Motorradfahrer aus Tschechien fuhren dort lang. Nach fast 2 km kehrten wir um und gingen auf der anderen Flussseite zurück. Nach einer kurzen Pause in einem Restaurant, ging es zurück zur Unterkunft.

Eigentlich wollten wir alle in der Una schwimmen, aber es war super kalt, sodass sich nur Henrik getraut hat. Nach einem Spaziergang durch das Dorf und einem Supermarkteinkauf, landeten wir wieder in der kleinen Holzhütte, wo wir uns Essen machten und draußen noch den Abend genießen und den Tag Revue passieren lassen. Hier gibt es viele Hunden auf den Straßen, vor denen wir etwas Respekt haben. Vor allem ich, weil ich so klein bin. Das hat uns wieder an Indien erinnert, wo es aber viel schlimmer war mit den Hunden. Unterwegs haben wir heute viele kleine Eidechsen und Schmetterlinge gesehen. Außerdem haben wir eine Würfelnatter gesehen.

Nun wird es draußen kalt, weshalb wir nun in die Hütte gehen und es uns im leider nicht so bequemen Bett versuchen gemütlich zu machen. Für morgen haben wir hier ganz in der Nähe eine andere Unterkunft gebucht. Wir sind gespannt was der Tag morgen bringt. Gute Nacht!
Das klingt ja spannend 🙂
Hoffe euch gehts gut.
Lg aus Moosburg
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